Sie wohnen in der Europäischen Union (außerhalb des Großherzogtums Luxemburg)?

Am 1. Januar 2015 endete in Luxemburg die Übergangsregelung, die von der Europäischen Richtlinie 2003/48/EG des Rates vom 3. Juni 2003 im Bereich der Besteuerung von Zinserträgen, umgesetzt in luxemburgisches Recht durch das geänderte Gesetz vom 21. Juni 2005, vorgesehen war.

Seit diesem Datum unterliegen Zinserträge, auf die bisher eine europäische Quellensteuer in Höhe von 35 % erhoben wurde, dieser Steuer nicht mehr, sondern werden in voller Höhe an den Kunden ausbezahlt. Dagegen wird diese europäische Quellensteuer, die im Rahmen der oben genannten Übergangsregelung angewendet wurde, durch die automatische Weitergabe der Informationen an die Steuerbehörde des Wohnsitzlandes des Kundens ersetzt.

Bezüglich der neuen harmonisierten Regelung ist zu berücksichtigen, dass:

  • der Austausch jährlich durchgeführt wird, zum ersten Mal im Lauf des ersten Quartals des Jahres 2016, und die Zinserträge umfasst, die im Laufe des Vorjahres vereinnahmt wurden;

  • der Austausch die Daten hinsichtlich der Zinserträge aus Sparvermögen umfasst, auf die bisher die europäische Quellensteuer erhoben wurde;

  • der Austausch keine befreiende Wirkung hat, sodass die betreffenden Zinserträge bei der Erstellung der Steuererklärung in dem Land, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat, gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen angegeben werden müssen.

Zusäztliche Informationen: « Informationen über die Verpflichtung zum automatischen Austausch von Informationen im Bereich der Besteuerung »

In Anbetracht dessen, dass der Kunde für seine steuerlichen Verpflichtungen alleinig verantwortlich ist und, dass diese Information lediglich einen rein informativen Charakter seitens der BCEE hat, kann es ratsam sein, dass der Kunde die von der Bank erhaltenen Informationen und Kontoauszüge gegebenenfalls an seinen Steuerberater in dem Land, in dem er seinen Wohnsitz hat, zwecks Beurteilung weiterreicht.