Garantie der Einlagen

Garantie der Einlagen

Garantie der Einlagen und Finanzinstrumente

Jedes luxemburgische Kreditinstitut muss an einem Sicherungssystem f√ľr Einlagen und f√ľr Finanzinstrumente teilnehmen. Die Zulassung als Kreditinstitut ist der Mitgliedschaft in einem solchen Sicherungssystem unterstellt (cfr. Artikel 10-1 und 10-2 des ge√§nderten Gesetzes vom 5. April 1993 betreffend den Finanzsektor).

Beide Sicherungssysteme werden in Luxemburg von der Association pour la Garantie des D√©p√īts, Luxembourg (AGDL) gew√§hrleistet. Weitere Informationen betreffend die AGDL sind auf der Internetseite www.agdl.lu abrufbar.

Mit Inkrafttreten am 1. Januar 2009 des Gesetzes vom 19. Dezember 2008 betreffend die Einnahmen und Ausgaben des Staates f√ľr das Jahr 2009, welches in seinem Artikel 44, Absatz 2, den Betrag von EUR 20.000 in Artikel 62-2 des Gesetzes vom 5. April 1993 auf EUR 100.000 erh√∂ht, hat die AGDL ihre Statuten angepasst.

Artikel 62-2, Absatz 2, lautet demgem√§ss: ‚ÄěDie Sicherungssysteme f√ľr Einlagen m√ľssen alle Einlagen eines Einlegers, unabh√§ngig ihrer Anzahl, der Devise und ihres Standortes in der Europ√§ischen Union, bis zu einem Betrag im Gegenwert von EUR 100.000 garantieren.‚Äú

Der vom Sicherungssystem f√ľr Einlagen garantierte Betrag wurde also auf EUR 100.000 erh√∂ht, wohingegen der vom Anlegerentsch√§digungssystem garantierte Betrag unver√§ndert bei EUR 20.000 bleibt.

Kurzer Überblick des derzeitig von der AGDL gewährleisteten Sicherungssystems :

  • Einlagensicherung :
    Geldeinlagen werden von der Einlagensicherung garantiert. Im Falle einer Insolvenz eines AGDL-Mitglieds sch√ľtzt die AGDL die Einleger durch die R√ľckerstattung deren Geldeinlagen bis zu EUR 100.000.-
  • Anlegerentsch√§digungssystem :
    Forderungen aus Wertpapiergesch√§ften fallen unter das Anlegerentsch√§digungssystem. Im Falle einer Insolvenz, sch√ľtzt die AGDL die zul√§ssigen Anleger (welche bei einem Kreditinstitut Anlageinstrumente oder Guthaben aus Wertpapiergesch√§ften halten) durch die R√ľckerstattung der Forderungen aus Wertpapiergesch√§ften bis zu EUR 20.000.
  • Im Rahmen der Gesetzgebung, sehen die Statuten der AGDL spezifische Ausnahmen in der Sicherung vor.
  • Keine Forderung kann Gegenstand einer Doppelentsch√§digung auf der Grundlage der Sicherung sein.
  • Die Sicherung gilt f√ľr jede W√§hrung.
  • Die Sicherung umfasst sowohl physische als auch juristische Personen (im Rahmen der Statuten der AGDL, insbesondere gem√§ss den Bestimmungen der Artikel 6 und 7).

Betreffend die Fristen f√ľr einen Eingriff der AGDL, sehen die Statuten der AGDL vor, dass, abgesehen von Verl√§ngerungen in au√üergew√∂hnlichen Umst√§nden, die ordnungsgem√§√ü √ľberpr√ľften Forderungen der Einleger in Bezug auf nicht verf√ľgbare Geldeinlagen, binnen 20 Arbeitstagen ab dem Zeitpunkt zu dem diese Nichtverf√ľgbarkeit festgestellt wurde, gezahlt sein m√ľssen und, dass, die Forderungen im Zusammenhang mit Anlageinstrumenten m√∂glichst bald, sp√§testens aber innerhalb von drei Monaten nach dem Zeitpunkt zu dem die Zul√§ssigkeit und H√∂he der Forderung festgestellt worden sind, gezahlt sein m√ľssen.

Des weiteren sehen die Statuten der AGDL (Artikel 11, Absatz (4)) vor, dass ‚Äězum Zweck der √úberpr√ľfung sind alle Forderungen an den Verband entweder durch die Masseverwalter oder Rechtsvertreter des betroffenen Mitglieds oder durch den Einleger oder Anleger selbst zu stellen.

Die Unterlagen √ľber die einzuhaltenden Bedingungen und Formalit√§ten f√ľr die Entsch√§digung aus der Einlagensicherung sind in ausf√ľhrlicher Form in einer der luxemburgischen Amtssprachen (...) abzufassen. ... ‚Äě.